Porträt

„Atemberaubend souverän“, „technische Perfektion“, „fesselnde Performance“ – die Kritiker überschlagen sich, wenn es um die 1993 geborene Schlagzeugerin Leonie Klein geht. Sie hat sich der Neuen Musik verschrieben und ist sowohl als Solistin als auch im Ensemble tätig, u. a. im ISANIE Percussion Duo mit dem Schlagzeuger Isao Nakamura.

 

Als Schlagzeugerin trat sie u. a. bei den Festivals für Neue Musik „ZeitGenuss“ in Karlsruhe, „New Counterpoints“ in Düsseldorf und den KNM Contemporaries Berlin, beim „Forum neuer Musik“ des Deutschlandfunks Köln, bei „SWRlive!“ im Funkhaus Mainz, bei den ARD Hörspieltagen und beim Festival „Rising Stars!“ der Musikhochschulen Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg auf. Ihre musikalische Entwicklung wurde maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit Helmut Lachenmann, Vinko Globokar, Nicolaus A. Huber, Dieter Schnebel und Péter Eötvös geprägt, dessen Schlagzeugkonzert Speaking Drums sie unter seinem Dirigat aufführte. Regelmäßig arbeitet sie mit namhaften sowie jungen aufstrebenden Komponist:innen zusammen. 2022 spielte sie die Uraufführung neuer Werke von Sara Glojnaric, Dai Fujikura und Uros Rojko, die ihr gewidmet sind. Des Weiteren erarbeitete sie Arrangements von Péter Eötvös´ "Speaking Drums" und Ursula Mamloks "Variations and Interludes" für Schlagzeug Solo, die beim Schott-Verlag und der C. F. Peters Corporation (New York) verlegt werden. 

 

Über ihre Konzerttätigkeit hinaus ist ihr die Vermittlung von zeitgenössischer Schlagzeugmusik ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt gestaltete sie in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ulrich Mosch eine Lecture in der Reihe „Rückspiegel - Sieben Werke aus sieben Jahrzehnten“ zum Schlagzeugsolowerk „Intérieur I“ von Helmut Lachenmann. Neben der Produktion diverser Rundfunksendungen rund um das Thema Schlagzeugmusik veranstaltete sie in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Rudolf Frisius ein Gesprächskonzert zu Werken zeitgenössischer Schlagzeugsolomusik. Aus diesem Projekt gingen Unterrichtsmaterialien zu Karlheinz Stockhausens „Zyklus“ für den allgemeinbildenden Unterricht an Schulen hervor, die beim Raabe-Verlag Stuttgart veröffentlicht wurden. Mehrere Semester hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Karlsruhe am Institut für Musikinformatik und Musikwissenschaft inne, im Rahmen dessen sie Forschungs- und Vermittlungsprojekte im Bereich der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung begleitete und das Thema Schlagzeugmusik im weitesten Sinne (bis hin zur „Reverse Simulation Music“ von Masahiro Miwa) mit Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen behandelte.

 

Die 1993 geborene Schlagzeugerin war Jungstudentin an der Hochschule für Musik Karlsruhe, wo sie 2019 den Masterstudiengang Schlagzeug bei Prof. Isao Nakamura, Thomas Höfs und Jochen Brenner mit Auszeichnung abschloss. Zudem absolvierte sie den Masterstudiengang „Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia“ an der Hochschule für Musik Karlsruhe und den Begleitstudiengang „Angewandte Kulturwissenschaft“ am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft (ZAK) Karlsruhe. Aktuell promoviert sie im Bereich Neue Musik für Schlagzeug Solo und ist als Musikjournalistin u. a. für SWR2 und Deutschlandfunk Kultur tätig.

 

Leonie Klein war Stipendiatin der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, ZONTA-Stipendiatin, Stipendiatin beim MozartLabor des Mozartfestes Würzburg, erhielt für ihr besonderes Engagement und ihre herausragenden Aktivitäten im Bereich der zeitgenössischen Musik einen Förderpreis des Freundeskreises der Hochschule für Musik Karlsruhe und wurde 2020 mit dem Mamlok-Preis für Interpret:innen zeitgenössischer Musik im Konzerthaus Berlin ausgezeichnet. 2022 wurde sie als Stipendiatin in die Kunststiftung Baden-Württemberg aufgenommen. Ihre Debüt-CD „gathering thunders“, die 2018 beim Label Wergo erschienen ist, stieß auf breite Anerkennung. Leonie Klein ist Yamaha Artist. Leonie Klein ist Yamaha Artist.

 

Porträt_LeonieKlein.pdf
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"Breathtakingly confident", "technical perfection", "captivating performance" – the critics gush when it comes to percussionist Leonie Klein, born in 1993. She has dedicated herself to contemporary music and is active both as a soloist and in the ensemble, e. g. in the ISANIE Percussion Duo with the percussionist Isao Nakamura.

 

As a percussionist she performed at the festivals for contemporary music "ZeitGenuss" in Karlsruhe, "New Counterpoints" in Düsseldorf and the KNM Contemporaries Berlin, at the "Forum neuer Musik" of the Deutschlandfunk in Cologne, at "SWRlive!" in the broadcast studio Mainz, at the "ARD Hörspieltage" and at the "Rising Stars!"-Festival of the Universities of Music Karlsruhe, Stuttgart and Freiburg, among others. Her musical development was significantly influenced by her collaboration with Helmut Lachenmann, Vinko Globokar, Nicolaus A. Huber, Dieter Schnebel and Péter Eötvös, whose percussion concert "Speaking Drums" she performed under his conducting.

She regularly collaborates with renowned as well as young, up-and-coming composers. In 2022 she premiered new works by Sara Glojnarić, Dai Fujikura and Uroš Rojko, which are dedicated to her. She also worked on arrangements of Péter Eötvös' "Speaking Drums" and Ursula Mamlok's "Variations and Interludes" for percussion solo, which will be published by Schott-Verlag and C. F. Peters Corporation (New York). 

 

In addition to her concert activities the imparting of knowledge about contemporary percussion music is an important concern for her. As part of the part of the International Summer Courses for New Music in Darmstadt she gave a lecture in collaboration with Prof. Dr. Ulrich Mosch in the series "Rückspiegel - Sieben Werke aus sieben Jahrzehnten" on the solo percussion work "Intérieur I" by Helmut Lachenmann. In addition she produced various radio broadcasts on the subject of percussion music and in collaboration with Prof. Dr. Rudolf Frisius she organized a lecture concert on works of contemporary solo percussion music. This project resulted in teaching materials on Karlheinz Stockhausen's "Zyklus" for general education classes at schools, published by Raabe-Verlag Stuttgart. For several semesters she had a teaching position at the University of Music Karlsruhe at the Institute for Music Informatics and Musicology, in the context of which she accompanied research and mediation projects in the field of artistic-scientific research and dealt with the topic of percussion music in the broadest sense (up to the "Reverse Simulation Music" by Masahiro Miwa) with students from various disciplines.

 

In April 2011 Leonie Klein already attended the University of Music Karlsruhe as a preschooler. 2019 she completed a master´s degree in the field of percussion under Prof. Isao Nakamura, Thomas Höfs and Jochen Brenner with honor. Furthermore she completed a master´s degree in the field of music journalism for broadcast and multimedia at the University of Music Karlsruhe and the companion course of study in Applied Cultural Studies at the Centre for Cultural and General Studies (ZAK) Karlsruhe. Currently she is doing her doctorate in the field of contemporary music for percussion solo and in addition to her concert activities, she works as a music journalist for SWR2 and Deutschlandfunk Kultur, among others.

 

Leonie Klein was scholarship holder of the Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), the Studienstiftung des deutschen Volkes, the ZONTA-Club Karlsruhe, the MozartLabor of the Mozartfest Würzburg, received a sponsorship award from the friends of the University of Music Karlsruhe for her special commitment and outstanding activities in the field of contemporary music and was awarded the Mamlok Price for interpreters of contemporary music in the Konzerthaus Berlin in 2020. 2022 she was admitted to the Kunststiftung Baden-Württemberg as a scholarship holder. Her debut CD "gathering thunders", released in 2018 by the label Wergo, was widely acclaimed. Leonie Klein is a Yamaha Artist.

 

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© 2015 by Leonie Klein